Ja, ein Laser mit Slope-Funktion darf grundsätzlich mitgeführt werden. Während der Runde darfst du aber nur die reine Distanz nutzen. Slope, Plays-like-Distanzen, Windmessung oder Schlägerempfehlungen müssen ausgeschaltet bleiben. Zusätzlich kann die Spielleitung Entfernungsmesser durch eine Platzregel vollständig verbieten.
Viele moderne Entfernungsmesser besitzen mehr Funktionen, als im Turnier erlaubt sind. Entscheidend ist nicht nur, was das Gerät kann, sondern welche Funktion du während der Runde tatsächlich verwendest.
Distanz und Slope sind nicht dasselbe
Eine reine Distanzmessung zeigt beispielsweise 142 Meter bis zur Fahne. Das ist nach Regel 4.3 grundsätzlich zulässig. Eine Slope-Funktion berücksichtigt zusätzlich den Höhenunterschied und zeigt vielleicht eine effektive Spieldistanz von 151 Metern an. Genau diese Berechnung nimmt dir eine spielerische Entscheidung ab und darf während der Runde nicht verwendet werden.
Das Gerät darf die Slope-Funktion besitzen. Du musst sie für die Turnierrunde jedoch zuverlässig ausschalten. Bei vielen Lasern gibt es dafür einen Tournament Mode, einen Schalter oder eine gut sichtbare Anzeige. Prüfe die Bedienung schon zu Hause und nicht erst am ersten Abschlag.
Wenn du noch zwischen GPS und Laser abwägst, hilft dir GPS-Golfuhr oder Laser für Anfänger?.
Was solltest du vor dem Turnier prüfen?
- Lies die Ausschreibung und die Platzregeln. Die Spielleitung darf Entfernungsmesser für das Turnier vollständig verbieten.
- Schalte Slope, Plays-like-Distanz, Windmessung und Schlägerempfehlungen aus.
- Prüfe, ob der regelkonforme Modus am Gerät klar erkennbar ist und nicht versehentlich umspringt.
- Frage vor dem Start die Spielleitung, wenn die Ausschreibung oder der Gerätemodus unklar ist.
Verlasse dich nicht allein auf eine Werbeaufschrift wie „Tournament Legal“. Sie hilft nur, wenn du das Gerät auch im richtigen Modus verwendest und die Spielleitung Entfernungsmesser für die Runde nicht untersagt hat.
Beispiel an einem erhöhten Par 3
- 01
Der Laser misst 145 Meter bis zur Fahne. Diese reine Entfernung darfst du grundsätzlich ablesen.
- 02
Im Slope-Modus zeigt das Gerät wegen des Höhenunterschieds 154 Meter als Plays-like-Distanz an. Diese Zusatzinformation darfst du während der Runde nicht verwenden.
- 03
Du schaltest Slope aus und entscheidest anhand der erlaubten 145 Meter, des sichtbaren Geländes und deiner eigenen Erfahrung selbst über den Schläger.
Deine realistischen Carry-Werte kannst du mit dieser Anleitung auf der Driving Range messen.
Was passiert bei einem Verstoss?
Die unzulässige Nutzung einer Funktion fällt unter Regel 4.3. Der erste Verstoss führt zur Grundstrafe: Lochverlust im Lochspiel oder zwei Strafschläge im Zählspiel. Bei einem zweiten Verstoss in derselben Runde folgt die Disqualifikation. Im Zweifel ist es deshalb besser, vor dem Start nachzufragen oder nur einen eindeutig regelkonformen Modus zu verwenden.
Das Wichtigste in Kürze
Ein Laser mit Slope darf im Bag sein, aber während einer Turnierrunde darfst du normalerweise nur die reine Distanz nutzen. Schalte alle berechnenden Zusatzfunktionen aus und kontrolliere zusätzlich die Ausschreibung und Platzregeln.
Quellen
Für diese Erklärung wurden die folgenden Regel- und Fachquellen verwendet. Der Artikel ist eigenständig formuliert.
- USGA – Rules FAQ: Use of Distance-Measuring Devices Offizielle Kurzantwort zu Distanzmessern sowie zum Verbot von Slope- und Windfunktionen während der Runde.
- USGA – Regel 4: Ausrüstung des Spielers Offizieller Regeltext zu erlaubten Distanzinformationen, verbotener Höhenmessung und Strafen.
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