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Mein Golfball liegt in einer Pfütze im Bunker – darf ich ausserhalb droppen?

Kostenlose Erleichterung bleibt im Bunker. Ausserhalb darfst du auf der Linie zurückgehen, dafür kommt ein Strafschlag hinzu.

KURZE ANTWORT

Straflos darfst du nur innerhalb desselben Bunkers droppen. Gibt es dort keinen Punkt vollständiger Erleichterung, verwendest du den Punkt maximal möglicher Erleichterung im Bunker. Möchtest du ausserhalb des Bunkers droppen, musst du Erleichterung auf der Linie zurück mit einem Strafschlag nehmen.

Eine Pfütze nach starkem Regen gilt in den Golfregeln als zeitweiliges Wasser und damit als ungewöhnliches Platzverhältnis. Im Bunker gelten dafür besondere Grenzen.

Wann ist Wasser eine regelrelevante Pfütze?

Zeitweiliges Wasser ist eine vorübergehende Wasseransammlung auf der Bodenoberfläche, die vor oder nach deinem Stand sichtbar ist, ohne dass du übermässig mit den Füssen drücken musst. Feuchter oder weicher Sand allein genügt nicht. Berührt dein Ball das Wasser oder stört es deinen vernünftigen Stand oder Schwung, liegt grundsätzlich eine Beeinträchtigung vor.

Die allgemeine Regel dahinter erklärt Wann bekomme ich straflose Erleichterung?.

Option 1: Straflose Erleichterung im Bunker

  1. 01

    Bestimme im Bunker den nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung, der nicht näher zum Loch liegt.

  2. 02

    Miss von diesem Bezugspunkt einen Erleichterungsbereich von einer Schlägerlänge.

  3. 03

    Der Bezugspunkt und der gesamte Erleichterungsbereich müssen im selben Bunker liegen.

  4. 04

    Droppe den ursprünglichen oder einen anderen Ball aus Kniehöhe. Er muss zuerst im Bereich aufkommen und dort liegen bleiben.

Ist der Bunker so nass, dass vollständige Erleichterung darin unmöglich ist, darfst du für die kostenlose Option den Punkt maximal möglicher Erleichterung als Bezugspunkt verwenden. Das kann bedeuten, dass noch etwas Wasser deinen Stand oder Schwung beeinträchtigt – aber weniger als an jeder anderen geeigneten Stelle im Bunker.

Option 2: Ausserhalb des Bunkers mit einem Strafschlag

Du darfst den Bunker verlassen, aber nicht straflos. Für einen Strafschlag gehst du auf einer gedachten Linie zurück, auf der das Loch und die ursprüngliche Ballstelle liegen. Wie weit du auf dieser Linie zurückgehst, entscheidest du selbst. Der gewählte Punkt bestimmt den Erleichterungsbereich von einer Schlägerlänge.

Wichtig ist die ursprüngliche Stelle des Balls – nicht die Stelle, an der er ins Wasser gerollt ist. Markiere dir die Linie gedanklich sauber und droppe nach dem Verfahren aus Regel 14.3.

Die genaue Bewegung aus Kniehöhe und das erneute Droppen findest du in Wie droppe ich einen Golfball richtig?.

Drei häufige Fehler

  • Den Ball kostenlos ausserhalb des Bunkers droppen. Diese Option kostet einen Strafschlag.
  • Im Bunker den bequemsten trockenen Punkt wählen. Entscheidend ist der nächstgelegene zulässige Punkt beziehungsweise der Punkt maximal möglicher Erleichterung.
  • Die Pfütze mit nassem Sand verwechseln. Sichtbares zeitweiliges Wasser und lediglich feuchter Sand sind nicht dasselbe.
WAS ICH MIR MERKE

Das Wichtigste in Kürze

Bei zeitweiligem Wasser im Bunker hast du eine kostenlose Option innerhalb des Bunkers und eine Option ausserhalb mit einem Strafschlag. Ist der gesamte Bunker überflutet, prüfe zusätzlich die Platzregeln oder frage die Spielleitung.

Quellen

Für diese Erklärung wurden die folgenden Regel- und Fachquellen verwendet. Der Artikel ist eigenständig formuliert.

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